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09.12.
Seniorenweihnachtsfeier
in Gehren

17.12.
Advendskonzerte
in Jesuborn und Gehren

31.12.
Linsenessen für Jedermann

bis 31.03.2018
Ausstellung
60 Jahre Kulturbund OG Gehren
im Rathaus Gehren

Weitere Veranstaltungen auf:
www.www-tour.com

letzte Datenaktualisierung:
2017-12-08, 12:05:39

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Kirche & Gemeinde

Geschichte der Kirchen zu Gehren

Aussenansicht der Kirche St. Michael Leider ist die frühe Geschichte unserer Kirche weitgehend unbekannt. Erstmals erwähnt wird eine Kirche im Jahre 1476, „die damals eine Glocke erhielt". Die nächste Nennung einer Kirche betrifft das Jahr 1521, insofern, als dass die Erbauung der „St. Michael’s Kirche“ auf dem Platz der heutigen Kirche beschrieben wird.
In dieser wirkte Johann Michael Bach von 1673 bis 1694 als Organist. Der große Musiker, Komponist und Instrumentenbauer war für Gehren auch als Stadtschreiber tätig. Maria Barbara Bach, die Tochter Johann Michael Bachs, ehelichte später den berühmten Johann Sebastian Bach in der unweit von Gehren gelegenen kleinen Dorfkirche zu Dornheim bei Arnstadt.
Innenansicht der Kirche St. Michael 1729 musste eine neue Kirche in der heutigen Oberen Marktstraße gebaut werden, da die Alte nicht mehr ausreichte. Diese neu erbaute Kirche fiel jedoch schon am 07. September 1749 einer Brandkatastrophe zum Opfer und so wurde die alte Kirche in siebenjähriger Arbeit wieder aufgebaut und renoviert. Während der Bauzeit fanden die Gottesdienste "von fürstlichem Hause gnädigst genehmigt" in der hiesigen Schlosskapelle statt. Die damals wieder errichtete Kirche diente den Gläubigen bis zum 28. April 1830 als Gotteshaus.
Am 27. April 1831 wurde der Grundstein der heutigen Kirche, welche erst in frühster Vergangenheit wieder den Namen „St. Michael" erhielt, gelegt. Nach knapp dreieinhalb jähriger Bauzeit konnte diese neue Kirche am 04. November 1834 mit einem Einweihungsgottesdienst der Öffentlichkeit übergeben werden. Diese Kirche, das "Prachtstück" am Gehrener Markt, wurde im klassizistischen Rundbogenstil errichtet, zunächst allerdings ohne Kirchturmspitze. Jene wurde erst im Jahr 1868 ergänzt.
Aussenansicht der Kirche St. Michael 1895 erhielt unsere Kirche eine romantische Orgel, welche vom renommierten Hoforgelbaumeister Wilhelm Sauer gebaut wurde. Ebenso bekam die Kirche in diesem Jahr eine Kanzel.
St. Michael besaß zu dieser Zeit drei Glocken, eine dieser drei stammte, wie bereits erwähnt aus dem Jahr 1476. 1917 mussten diese aufgrund staatlicher Forderungen zur Einschmelzung abgegeben werden, was die Gehrener als schmerzvollen Verlust begriffen. 1918 wurden drei neue Glocken aus Gusseisen für St. Michael hergestellt und in den Kirchturm eingebaut. Sie sind auch heute noch vorhanden. Die große Glocke hat einen Durchmesser von 1,35m und ein Gewicht von 1,5 Tonnen, die mittlere Glocke hat einen Durchmesser von 1,28m und ein Gewicht von 885kg und die kleine Glocke hat einen Durchmesser von 1,10 und ein Gewicht von 442kg.


Als Kulturgüter in Zusammenhang mit der Kirche sind uns folgende Dinge bis heute erhalten geblieben:

  • Epitaph für den Ritter Volkmar von Berlstedt, dem letzten Vertreter der für Gehren bedeutsamen Ritterfamilie von Berlstedt
  • Ehren- und Gedächtnistafeln für die Vermissten des Ersten Weltkrieges
  • lebensgroße colorierte Schwarzweiß-Fotografie des Fürsten Karl-Günther von Schwarzburg-Sondershausen
  • Ölgemälde der Fürstin Marie von Schwarzburg-Sondershausen
  • Altarkruzifix aus dem 19. Jahrhundert
  • Wandkreuz (Stiftung 1606)
  • Schnitzfigur Christus, Original aus dem 17. Jahrhundert, welches aus der ehemaligen Schlosskapelle gerettet wurde
  • Schnitzfigur Erzengel Michael, Original aus dem 17. Jahrhundert
  • verschiedene Schnitzfiguren der Evangelisten, Originale, welche aus der alten Schlosskapelle gerettet wurden
  • Pieta, Original aus dem 15./16. Jahrhundert
  • verschiedene Abendmahlsgeräte

Heute wird die Kirche St. Michael zu Gottesdiensten und vielen Veranstaltungen genutzt. Besucher sind jederzeit herzlich willkommen. Um Voranmeldung im Pfarramt (Tel.: 036783 / 81100) wird gebeten.

Text mit freundlicher Genehmigung von Helg Munko